Unsere Entspannungs-Technik über die Atmung hat zum Ziel, uns ruhiger und gelassener zu machen. Mit etwas Übung entsteht dadurch auch eine grundlegende Entspannungsfähigkeit, die uns resistenter gegen Stress macht. Unser vegetatives Nervensystem wird gestärkt und lässt uns wieder zur Ruhe kommen (Sympatikus und Parasympatikus sind im Einklang). Ist die Atmung unbeeinflusst, fließt sie ganz natürlich und genauso, wie wir sie in der jeweiligen Situation benötigen. Unser Atem ist, wie der Herzschlag, einer der Grundrhythmen des Körpers. Heute sind unsere grundlegenden Rhythmen jedoch oft durch Stress, Unruhe und Umwelteinflüsse beeinträchtigt. Angestrengte, flache oder hektische Atmung kann daher ein Spannungsbarometer sein. Die Atmung ist immer auch verbunden mit unserem Bewegungsapparat (Füße, Knie, Schultern, Wirbelsäule), mit dem Beckenboden, dem Zwerchfell, den Stimmlippen und der Schädelbasis. Auch der Kiefer spielt für eine gesunde Atmung eine wichtige Rolle. Viele psychische und körperliche Beschwerden lassen sich über die Atemtherapie regulieren. Auch unser Stoffwechsel funktioniert nur richtig, wenn wir genug Sauerstoff einatmen können.